Von unseren Mitgliedern werden NABU-eigene und auch kommunale Biotopflächen gepflegt und betreut. Einige davon haben sich inzwischen zu Juwelen in der ostfriesischen Natur entwickeln können, so zum Beispiel das Osteregelser Moor bei Aurich oder die als Naturschutzgebiet geschützte "Groen Breike" in den Barsteder Meeden nahe des Großen Meers. Auch am Ottermeer bei Wiesmoor, in den Arnikawiesen beim Moormerländer Ortsteil Tergast, im zu Friedeburg gehörenden Schwarzen Meer und an vielen anderen Orten finden laufend Maßnahmen zur Unterstützung der Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen und deren naturnahen Entwicklung statt. So hat der NABU Ostfriesland mit dem Land Niedersachsen bereits in den 1990er Jahren auch einen Betreuungsvertrag für das Naturschutzgebiet "Leyhörn" abgeschlossen.
Ganz neu hinzugekommen ist das Engagement des NABU auf dem etwa 30 Hektar großen Gelände der ehemaligen Baumschule "Hesse" in Weener.
Dort hat sich nach der Aufgabe der Baumschule im Jahr 1994 in Nachbarschaft zum EU-Vogelschutzgebiet „Rheiderland“ ein reich strukturiertes, landschaftlich attraktives und artenreiches Areal entwickelt. Das Gelände ist inzwischen aufgrund der Ausstattung mit geschützten Biotoptypen und Arten als geschützter Landschaftsbestandteil ausgewiesen worden.
Zur Sicherung und Nutzung der Potentiale für gefährdete Arten und Biotope sowie für die Erholungsnutzung hat die Stadt Weener gemeinsam mit dem Eigentümer, der unteren Naturschutzbehörde und dem NABU Ostfriesland ein Konzept entwickelt. Dieses sieht neben der Verbesserung der Ausstattung mit Biotopstrukturen die Einrichtung eines für Besucher zugänglichen Beweidungsgebietes mit Koniks (wildpferdeähnliche Pferderasse) vor.
Zur Förderung des Weißstorchs soll über die Optimierung und die Anlage von Amphibiengewässern sowie die naturnahe Gestaltung von Gräben dessen Nahrungsgrundlage verbessert werden. Durch die naturnahe Grabengestaltung sollen im Rheiderland vorkommende Fischarten wie der Schlammpeitzger und der Steinbeißer geeignete Lebensbedingungen finden.
Von der Ganzjahresbeweidung mit Koniks in einer Tierdichte, die auf die natürliche Tragfähigkeit des Weidegebietes ausgerichtet ist, werden neben der erforderlichen Offenhaltung der Amphibiengewässer auch die Bildung von Lebensraumstrukturen erwartet, die die Ansiedlung des Neuntöters und zahlreicher weiterer Tierarten der Wald-Offenland-Übergänge ermöglichen. Durch die Instandsetzung und Optimierung der auf dem Gelände vorkommenden Obstwiesen, sowie das Aufhängen von Nisthilfen soll dem in der Nähe noch vorkommenden Steinkauz die Möglichkeit zur Ansiedlung gegeben werden.
Ebenso wichtig wie der praktische Biotopschutz ist uns die Vermittlung unserer Themen in die Öffentlichkeit, denn ohne Unterstützung der Menschen in Ostfriesland lässt sich unser Naturerbe dauerhaft nicht bewahren.
So hat sich der ehemalige Bund für Vogelschutz immer mehr zu einem modernen Naturschutzverband entwickelt und erhebt seine Stimme auch in Fragen des Umweltschutzes und der nachhaltigen Regionalentwicklung. Unser Projekt
"Naturerlebnis Ostfriesland" und der
Schulbauernhof Woldenhof stehen beispielhaft für diese Hinwendung zu neuen Zielgruppen (Tourismus, Landwirtschaft, Schulklassen) und Aufgabenfeldern. Zentraler Ansprechpartner für alle Anfragen ist die NABU Regionalgeschäftsstelle Ostfriesland in Wiegboldsbur.
NABU Ostfriesland
c/o NABU Woldenhof
Forlitzer Str. 121
26624 Wiegboldsbur
Tel.: 04942-990394
www.woldenhof.de
Spenden:
KTO: 31 00 15 89
BLZ: 283 500 00
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