Das R(h)eiderland - auf der deutschen Seite mit und auf der niederländischen ohne "h" - ist der Landstrich westlich der Ems bis hin an das Schildmeer bei Appingedam- Im Norden begrenzt durch den Dollart und nach Süden durch die ehemaligen Moore des Emslandes. Hier finden wir eine abwechslungsreiche Landschaft.
Entlang der Ems finden wir historische Flussmarsch. Sand und Torf wurde in vielen Tausend Jahren immer wieder bei Hochwassern mit Schlick aus der Ems überspült. Am Rand der Ems konnten durch die Aufschlickungen schon vor mehr als 2000 Jahren die ersten Menschen sicher vor dem Hochwasser siedeln. Weiter entfernt von der Ems hat der Flusswall allerdings verhindert, dass jede Überflutung den Boden erhöhte. Diese Flächen sind tief gelegen (bis -2,50 u NN) und nass. Im Niederrheiderland wird Milchviehwirtschaft betrieben.
Das Niederrheiderland ist ein wichtiges Rastgebiet für arktische Wildgänse, Schwäne und Watvögel. So finden sich hier im Winter mehr als 70.000 Gänse, 60.000 Watvögel und mehrer hundert Schwäne ein. Im Frühjahr sind die Gründlandflächen wichtige Brutplätze für seltene Wiesenvögel wie den Kieibitz, den Rotschenkel, die Uferschnepfe und die Bekassine. Das Gebiet ist für die Vögel so wichtig, dass das Land Niedersachsen es 2000 zum Europäischen Vogelschutzgebiet erklärt hat.