Insektenhotel und Nisthilfen für Insekten
In Deutschland gibt es etwa 500 Wildbienenarten. Sie bilden keine Staaten, sondern leben vielmehr ein Einsiedlerdasein und haben keinerlei soziale Bindung, leben also ganz anders als die staatenbildenden Honigbienen.
Durch die Veränderung der Kulturlandschaften in den letzten Jahrzehnten sind mittlerweile die Hälfte der Bienenarten in Deutschland in ihrem Bestand gefährdet und stehen damit unter Schutz. Wobei der Schutz der Wildbienen in erster Linie die Erhaltung und Pflege ihrer natürlichen Lebensräume zum Ziel haben sollte. Auch im Siedlungsbereich haben wir Möglichkeiten, die Lebensbedingungen für Wildbienen zu verbessern, wie z.B. durch Aussaat von heimischen Wildpflanzen im Garten, das Anbringen von Nistmöglichkeiten und die Begrünung von Fassaden an Haus oder Hütte.
Als Blütenbestäuber von großem Nutzen und aufgrund ihrer Vielfalt und interessanten Lebensweise, erfreuen sich Hummeln und Wildbienen großer Beliebtheit - und zunehmend finden auch potentiell wehrhaftere Arten wie Wespen und Hornissen ihr Freunde...
Um diese Tiere in den eigenen Garten zu locken und sie auch dort zu halten, gibt es unterschiedlichste Hilfsmittel; zunächst sollten heimische Wildblumen den Garten zieren - je mehr Blumenarten, desto mehr verschiedene Insekten werden angezogen. Auch Insekten müssen trinken: flachrandige Vogeltränken oder das hineinlegen von Steinen, die aus dem Wasser schauen, schaffen hier "Insekten-taugliche" Zugänge.
Zusätzlich können unterschiedlichste Nistmöglichkeiten gestaltet werden. Im Grunde sind der gestalterischen Fantasie keine Grenzen gesetzt - wer möchte, kann sich sogar eine "Insektenwand" bauen; fachwerkartig zusammengesetzte Holzbalken beherbergen in jedem Fach ein anderes zur Eiablage verlockendes Material. Am Boden aufgeschichtetes Totholz bietet nochmals Schutz vor Wetter und Feuchtigkeit sowie weitere Möglichkeiten zur Eiablage...
Wespen und Hornissen, die keine Erdnester bauen, ist meist schon geholfen, wenn Sie im Gartenbereich oder am Haus einfach nur geduldet werden. Vor allem Ende Juli und im August sind kleinere Belästigungen eventuell zu ertragen (man kann seinen Lieblings-Sonnenplatz ja auch für ein paar Wochen verlegen, falls die Tiere beim Kuchenessen lästig werden); Im September beendet das Volk ohnehin seine Aktivitäten und alte Nester werden nicht wieder besiedelt. Mit speziellen Nistkästen für Hornissen, können Sie diesen bewusst ein Angebot im abgelegensten Teil Ihres Gartens machen...
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