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Der Bauernhof
 

Der NABU-Woldenhof ist ein alter Bauernhof, auf dem seit seiner Errichtung 1858 Landwirtschaft betrieben wird. Das Haupthaus dient heute einerseits der Unterbringung der Schulklassen (Obergeschoss = ehemaliger Kornspeicher). Im Erdgeschoss befinden sich unter anderem Küche, Kaminzimmer, Hofladen und die Büroräumlichkeiten der Geschäftsstelle.

 

Der Hof wurde ursprünglich vor allem für eine Grünlandbewirtschaftung mit Rindern konzipiert. Auch heute nehmen die Kuhställe noch den größten Raum des nach hinten erweiterten Stallgebäudes ein, doch sind zusätzliche Ställe für Schafe und Schweine hinzu gekommen. Hier haben sich auch unsere Rauchschwalben einquartiert, die jedes Jahr auf´s neue ihre Brut erfolgreich aufziehen. Oberhalb der Stallungen ist der Heuboden untergebracht, der als Futterspeicher für das Winterhalbjahr dient. Unter dem Giebel wurde hier mit einem Ausflug durch das Eulenloch ein Schleiereulenkasten angebracht, der den heimlichen Mäusejägern inzwischen als Brutkasten dient. Der geräumige "Gulf", eine große an das Haupthaus angebaute Arbeitsscheune, dient heute vor allem als Räumlichkeit für gesellige Veranstaltungen oder Arbeitsraum an Schlechtwettertagen. Eingerichtet wurde hieran angrenzend eine Artenschutzwerkstatt, in der Bastelarbeiten durchgeführt werden können. Im "Utkübben" ist heute der Naturkindergarten untergebracht.

 

Die Außenanlagen bestehen aus einer Schweineweide, dem Ziegenausflauf, dem Hühnerstall, einem alten Bauerngarten mit vielen seltenen Nutzpflanzen und Stauden sowie den Stauden- und Rosenbeeten rund um das Gehöft. Alte Bäume, darunter ein im Jahr der Hofgründung gepflanzter Walnussbau, umgeben das Haupthaus. Vor dem Haupteingang stehen eine Reihe in traditioneller Form beschnittener Lindenbäume. Die Obstwiese mit alten Apfel-, Birnen-, Kirsch- und Pflaumensorten ist zu allen Jahreszeiten ein Schmuckstück. In den Frühjahrsmonaten finden auch die zum Aufpäppeln auf dem Hof gehaltenen "Flaschenlämmer" aus der Schäferei hier eine Bleibe. Mit in die Außenanlagen integriert sind eine Lindenlaube, eine Feuerstelle für gemütliche Lagerfeuerabende und eine Bienennistwand.

 

Der Betrieb wirtschaftet nach den Grundsätzen der Biologischen Landwirtschaft, in dem somit keinerlei Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Alle Flächen werden auch aus Landschaftspflege- und Artenschutzsicht besonders schonend bewirtschaftet. Die meisten Flächen werden nicht gedüngt. Für die Düngung wird nur betriebseigener Dünger verwendet. Die Entwässerung unserer Flächen wird auf das notwendigste Maß beschränkt. Für die Mahd unserer Wiesen mähen wir von innen nach außen und verschieben bei Feststellung von Wiesenbrütern nach Möglichkeit den Mahdzeitpunkt.

 

Der Betrieb bewirtschaftet etwa 220 ha Grünland. Hinzu kommen etwa 50 ha gepflegte Moorheideflächen. Die Bewirtschaftung und Pflege findet überwiegend auf Grundstücken statt, die im Eigentum des NABU Niedersachsen sind. Ein Teil der bewirtschafteten Flächen befindet sich im Eigentum von Städten und Gemeinden, die diese zur Ausgleichszwecken für Eingriffe in Natur und Landschaft extensiv bewirtschaften müssen.

 

Zum landwirtschaftlichen Betrieb des NABU-Woldenhofs gehören die folgenden Bestandteile:

 

- Schulbauernhof

- Schäferei am Ewigen Meer

- Beweidungsprojekte mit Rindern und Pferden in

Leer, Hinte und Aurich

1. Thedingaer Vorwerk

2. Coldam

3. Uhlsmeer

4. Upstalsboom

- Flächen in Feuchtwiesengrünländern zur Winterfutterwerbung (Heu, Silage)

- Landschaftspflege von Wallhecken, Feuchtbiotopen und Moorgebieten durch Entkusseln und "Auf den Stock setzen".

 

 

 

Lageskizze vom Woldenhof mit den Außenanlagen

zum Seitenanfang © NABU Ostfriesland, 2009
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