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Baustopp für Biogasanlagen gefordert
 

"Der Wahnsinn muss endlich aufhören!" (9.1.2010)

Der NABU Ostfriesland unterstützt die Forderung des NABU Niedersachsen nach einem Baustopp für Biogasanlagen. „Zukünftige Neubauten dürfen nur im Rahmen einer vorliegenden Regionalplanung genehmigt werden.“ unterstreicht Uwe Schramm, Sprecher der ostfriesischen NABU-Gruppen.

 

Der NABU sieht in der "Vermaisung" der Landschaft eine anhaltend große Gefahr für das Grünland und die Fruchtbarkeit der Böden. Zudem wird durch den im großen Umfang festzustellenden Grünlandumbruch zum Zwecke des Maisanbau der klimawirksame Kohlendioxid-Ausstoß drastisch erhöht anstatt verringert. Der Klimawandel wird durch die undifferenzierte Förderung von Biogasanlagen also eher beschleunigt anstatt ihn zu bremsen.

 

Mit großer Sorge sieht der NABU Ostfriesland vor allem den trotz Grünlandumbruchsverbot immer noch anhaltenden Grünlandumbruch zum Zwecke des zunehmenden Maisanbaus mit großer Sorge. „Selbst vor den besten Uferschnepfen-Feuchtwiesen in europäischen Vogelschutzgebieten wie am Großen Meer hat der Grünlandumbruch im letzten Jahr nicht halt gemacht.“ stellte Uwe Schramm fest. Der NABU Ostfriesland fordert die Landkreise auf, keinen Umbruch von Dauergrünland mehr zu genehmigen. Dies gilt auch oder gerade für Pflegeumbrüche.

 

Als energie- und klimapolitischen Wahnsinn, der an Absurdität kaum noch zu überbieten ist, bezeichnet der NABU Ostfriesland die Subventionierung der Biogasanlagen sowie der Energiemaisproduktion auf entwässerten und umgebrochenen Moorwiesen. auch am Energiemaisanbau auf Moorböden finden. Nach Entwässerung und erfolgendem Luftzutritt wird der Torf abgebaut und es entstehe in gigantischem Ausmaß das klimawirksame Kohlendioxid, wesentlich mehr als durch die Vergärung des Mais in Biogasanlagen angeblich so ökologisch eingespart werden kann.

 

Der NABU Ostfriesland drängt daher auf eine an Nachhaltigkeitsgesichtspunkten orientierte Steuerung der Subventionen für Biogasanlagen und Maisanbau. „Der Energiemaisanbau auf entwässerten Moorböden ist keine gute landwirtschaftliche Praxis. Durch eine Lenkung der Agrarsubventionen muss dieser Wahnsinn beendet werden.“ fordert NABU-Sprecher Uwe Schramm.

 

Der NABU Niedersachsen hat darüber hinaus ein 10-Punkte Papier vorgelegt, die ‚Grundsätze für eine naturverträgliche Produktion’ zum Schutz von Boden, Wasser und Grundwasser enthalten.

 

In einzelnen niedersächsischen Regionen beansprucht Mais mehr als 50 Prozent der Ackerfläche, ein Ende ist nicht abzusehen. NABU-Experte Uwe Baumert fordert: “Es ist eine Denkpause erforderlich. Die Akzeptanz von Bioenergie sowie unsere Böden sind gefährdet und damit auch die Existenzgrundlage unserer Landwirtschaft, Ernährung und Gesellschaft. Finanzmittel sind bei EU-Mitteln und Umschichtungen im Agrar-Investitions-Programm vorhanden“.

 

 

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