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Coldam
 
Auerochsenherde im Winter

Serengeti hinterm Deich

Wechselspiel zwischen Pflanzen und Weidetieren eine ursprüngliche Landschaft formt! Auf vierzig Hektar zwischen den Orten Bingum und Coldam ist dies wieder möglich. Hier haben die Stadt Leer und der NABU Ostfriesland in der Marschlandschaft wilde Weidetiere angesiedelt, die eine mosaikartige Landschaft schaffen und erhalten werden. Damit wird vielen faszinierenden und bedrohten Pflanzen und Tiere eine Heimat geben, denn hier herrscht, statt der Einförmigkeit intensiv genutzter Agrarlandschaften, Vielfalt und natürliche Dynamik. So kann die Stadt Leer auf diesen Flächen Eingriffe, die andernorts Natur zerstört haben, sinnvoll ausgleichen.

 

Doch nicht nur für die Natur entsteht ein Eldorado, sondern auch für erholungssuchende und neugierige Menschen gibt es vieles zu entdecken. Um das Gebiet führt ein Rundwanderweg, der an einer Beobachtungskanzel beginnt. Unter einer eigens angelegten Holzbrücke können die Weidetiere zu Füßen der Wanderer durch ihr Revier ziehen.

 

Die Grasländer in der Marsch sind von Natur aus nass und fruchtbar. Um der Naturentwicklung hier einen optimalen Start zu geben, wurden die meisten Entwässerungsgräben zu naturnahen Wasserläufen umgestaltet sowie zahlreiche Blänken und Warften angelegt. Dieser Strukturreichtum schafft Artenvielfalt.

 

Im Winter schützen Wildpferde und Auerochsen ein dichtes Fell vor Schnee und Kälte. Vor dem kalten Wind suchen sie Schutz unter Bäumen oder hinter Büschen. Sicherheitshalber wurde ein zusätzlicher Witterungsschutz errichtet. Die Tiere brauchen nur in Notzeiten zugefüttert werden. Lesen Sie mehr zum   Weideprojekt des NABU.

 

Bitte beachten Sie: Füttern und Betreten streng verboten!

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