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Auerochsen und Wildpferde
 

Auerochsen und Wildpferde – natürliche Landschaftspfleger

Foto: Kalberlah

Wildpferde und Auerochsen durchstreiften in früheren Jahrhunderten die norddeutsche Tiefebene. Sie weideten in den Flussauen und Wäldern. Durch diesen Verbiss wurde die Landschaft umgestaltet. Lichtungen wurden in den Wäldern geschaffen. Wiesen, die durch Überflutungen entstanden waren, blieben viele Jahrzehnte unbewaldet. Lesen Sie mehr über   Weidesysteme.

 

Der Mensch hat den Auerochsen und den Tarpan, das einheimische Wildpferd, ausgerottet. Anfang des letzten Jahrhunderts wurde begonnen, durch Rückzuchten die Gene dieser Wildtiere wieder zusammenzuführen, die in unseren Hausrindern und Pferden weiterleben. Das Ergebnis sind Tiere, die in Aussehen und Lebensweise den Urahnen sehr nahekommen. Lesen Sie mehr zu den Zuchtprogrammen von   Auerochsen und   Wildpferden.

 

Auf den Naturschutzflächen können die Tiere ihr   natürliches Verhaltensrepertoire ausleben. Sie sind robust, benötigen weder Stall noch Tierarzt und kommen auch in kargen Naturgebieten klar. Sie wissen sich sogar bei Hochwasser zu helfen. Mit diesen Überlebenskünstlern pflegt der NABU Ostfriesland in drei kleinen Herden Naturschutzflächen. Besucher können die Ur-Viecher im Stadtgebiet von Leer bei Bingum und Nüttermoor beobachten. Den Weg zu den Beobachtungstürmen in Coldam und am Thedingaer Vorwerk finden Sie   hier.

 

 

Monitoringbericht 2004 liegt vor

Das erste Jahr verlief nach Ansicht des Naturschutzbund NABU ausgesprochen erfolgreich. Besonders durch die Vernässungsmaßnahmen auf den Flächen des Weideprojektes haben sich eine Vielzahl seltener Vogelarten der Feuchtwiesen wieder ansiedeln können. Auch die Erfassung der Heuschrecken ergab eine - für Ostfriesland - bemerkenswert hohe Zahl verschiedener Arten.

Besonders bemerkenswert waren die erfolgreiche Brut eines Grauganspaares in Thedingaer Vorwerk sowie ebenfalls dort ein balzender Kampfläufer. Auch brüteten hier zwei Paare Säbelschnäbler inmitten der überschwemmten Flächen. Rotschenkel und Flussregenpfeifer fanden sich genauso wieder ein wie das Schwarzkehlchen, ein typische Bewohner von strukturreichen Weidelandschaften.

Der Monitoringbericht über das Vorkommen von Brutvögeln und Heuschrecken steht hier zum Download bereit (PDF 1,65MB).

 
Foto: Kalberlah

Neuausrichtung der NABU Weideprojekte

Informationen zum aktuellen Stand finden Sie auf den Seiten des    NABU Niedersachsen

 


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