Wildpferde und Auerochsen durchstreiften in früheren Jahrhunderten die norddeutsche Tiefebene. Sie weideten in den Flussauen und Wäldern. Durch diesen Verbiss wurde die Landschaft umgestaltet. Lichtungen wurden in den Wäldern geschaffen. Wiesen, die durch Überflutungen entstanden waren, blieben viele Jahrzehnte unbewaldet. Lesen Sie mehr über
Weidesysteme.
Der Mensch hat den Auerochsen und den Tarpan, das einheimische Wildpferd, ausgerottet. Anfang des letzten Jahrhunderts wurde begonnen, durch Rückzuchten die Gene dieser Wildtiere wieder zusammenzuführen, die in unseren Hausrindern und Pferden weiterleben. Das Ergebnis sind Tiere, die in Aussehen und Lebensweise den Urahnen sehr nahekommen. Lesen Sie mehr zu den Zuchtprogrammen von
Auerochsen und
Wildpferden.
Auf den Naturschutzflächen können die Tiere ihr
natürliches Verhaltensrepertoire ausleben. Sie sind robust, benötigen weder Stall noch Tierarzt und kommen auch in kargen Naturgebieten klar. Sie wissen sich sogar bei Hochwasser zu helfen. Mit diesen Überlebenskünstlern pflegt der NABU Ostfriesland in drei kleinen Herden Naturschutzflächen. Besucher können die Ur-Viecher im Stadtgebiet von Leer bei Bingum und Nüttermoor beobachten. Den Weg zu den Beobachtungstürmen in Coldam und am Thedingaer Vorwerk finden Sie
hier.