Noch vor weniger als 100 Jahren bedeckten weite Moore die ostfriesische Halbinsel. Eine hochspezialisierte Tier- und Pflanzenwelt lebte nur hier in diesen unwirtlichen Bedingungen: nährstoffarm, eine sehr niedriger PH-Wert des Wassers und sehr nass.
In den 1930er Jahren wurden in Ostfriesland auch die letzten großen Moore entwässert und abgetorft. Heute finden wir nur noch kleine Hochmoorreste. Keines dieser Moore wächst noch weiter.
Auf den abgetrockenten und z.T. abgetorften Flächen entwickelten sich Moorheiden. Diese sind vor allen Dingen durch das Bentgras und die Besenheide gekennzeichnet. Sie entstanden durch die Beweidung mit Schafen. Ohne die Beweidung wachsen schnell Birken auf und die Flächen werden zu Wald.
Auch die Moorheiden bieten zahlreichen seltenen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum. Teilweise konnten sie aus den Mooren übersiedeln und so überleben. Der Schutz der Moorheiden ist nur über eine Schafbeweidung möglich. Ehemals ortsübliche Rassen sind hierfür am besten geeignet.
Daher nutzt der NABU in verschiedenen Moorgebieten bei Moordorf, Tannenhausen, Osteregels und am Ottermeer bei Wiesmoor die Weiße, Gehörnte
Heidschnucke, eine vom Aussterben bedrohte Schafrasse.