Veranstaltungsankündigung/Workshop

Wie Umgehen mit rechten Ideologien im Naturschutz?

Workshop zu rechtsextremen Ideologien im Natur- und Umweltschutz

Die Veranstaltung ist Teil der Emder Partnerschaft für Demokratie und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.
Die Veranstaltung ist Teil der Emder Partnerschaft für Demokratie und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Emden – Immer wieder sind demokratische Akteur*innen des Natur- und Umweltschutzes sowie des (ökologischen) Landbaus mit Kooperationsanfragen, Vereinnahmungsstrategien und Unterwanderungsversuchen von rechts konfrontiert. Welche Beweggründe haben extrem rechte Akteur*innen sich in diesen Themenfeldern zu engagieren? Welche Ziele verfolgen sie? Der Workshop sensibilisiert für die historischen und die aktuellen Verknüpfungen des deutschen Natur- und Umweltschutzes mit extrem rechten Ideologien. Das Angebot versetzt die Teilnehmer*innen in die Lage, demokratiefeindliche und menschenverachtende Ideologien und Denkmuster im Natur- und Umweltschutz zu identifizieren. Darauf aufbauend können mögliche Handlungsoptionen im Sinne einer Prävention und Intervention erarbeitet und diskutiert werden. Der kostenlose Workshop findet am Samstag, den 25. Juni, von 10 bis 14 Uhr im „Leckerpott“ (Am Delft 6/7) in Emden statt. Die Veranstaltung ist Teil der Emder Partnerschaft für Demokratie und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Anmeldung bis 23. Juni 2022 unter Tel.: +49 4941 6979 835 oder E-Mail: info@NABU-Ostfriesland.de

 

Workshop: "Ökologie von rechts: Rechtsextreme Ideologien im Natur- und Umweltschutz"

Samstag, 25. Juni, 10-14 Uhr

Leckerpott Emden, Am Delft 6/7

Anmeldung erforderlich! Bei hohen Anmeldungszahlen werden Emder Bürger*innen bevorzugt.


Natur/Ehrenamt

Der NABU kommt: Auftaktveranstaltung in Rhauderfehn

Start mit Vortrag über heimische Gartenvögel und ihren Schutz

NABu-Ehrenamtliche. Foto: NABU
Sich gemeinsam für den Naturschutz vor seiner Haustüre einsetzen, dass ist das Leitmotiv des NABU. Foto: NABU

 

Rhauderfehn – Am Dienstag, 14. Juni, um 19 Uhr ist es so weit: Der NABU gibt den Startschuss zur Gründung einer Gruppe in Rhauderfehn. „Aus Rhauderfehn haben wir seit langem viele Anfragen zu Naturschutzthemen, deshalb kommen wir dem großen Interesse nun nach und möchten im Rahmen unserer landesweiten Gründungstournee ‚Der NABU kommt‘ dort eine NABU-Gruppe aufbauen“, berichtet Rüdiger Wohlers vom NABU Niedersachsen, „und das Schöne ist: Niemand braucht Angst zu haben, mit einem Vorstandsamt nach Hause zu gehen. Denn: Unsere modernen, neuen NABU-Gruppen bilden lediglich ein kleines Gremium aus Sprecherinnen oder Sprechern und werden vom Landesverband mit seiner hauptamtlich besetzten Regionalgeschäftsstelle Ostfriesland in Aurich unterstützt“, skizziert er. „Auf diese Weise sind in den letzten elf Jahren bereits fast 50 neue Gruppen in ganz Niedersachsen entstanden – statt um Regularien können sich Aktive um den Naturschutz vor Ort kümmern!“

Das erste Treffen, zu dem der NABU alle am Naturschutz Interessierten herzlich einlädt, findet am Dienstag, 14. Juni, um 19 Uhr in der Gaststätte Plümer, Rhauderwieke 10, 26817 Rhauderfehn, statt. Künftig soll es NABU-Treffen im vierwöchigen Turnus in Rhauderfehn geben. „Wir sind optimistisch, dass sich die Gruppe schon bald gründen wird“, sagt Rüdiger Wohlers vom NABU-Landesverband, der landesweit für die Gründungstournee verantwortlich ist und sich über das große Interesse aus Rhauderfehn freut. Er wird an diesem ersten Abend den NABU und seine Anliegen vorstellen sowie einen reich bebilderten Vortrag unter dem Titel „Heimische Gartenvögel – was kann ich für sie tun?“ halten. Darin wird Wohlers die Gefiederten von A wie Amsel bis Z wie Zaunkönig vorstellen, auf ihre Lebensweise eingehen sowie auf Vogelschutzthemen von Bepflanzung über Nistkästen bis zur Vogelfütterung – und diesen mit so mancher Anekdote würzen. Dazu wird auch Info-Material bereitgehalten.

An diesem Abend werden auch bereits Ideen für künftige Aktivitäten der zu gründenden NABU-Gruppe Rhauderfehn gesammelt. Auch weitere Vorträge und andere Veranstaltungen sollen folgen. „Wir schlagen in Rhauderfehn ein ganz neues Kapitel auf“, ist sich auch Jan Schürings von der NABU-Regionalgeschäftsstelle sicher. „Übrigens wird kein Fachwissen vorausgesetzt, um Teil der NABU Gemeinschaft zu werden. Interessierte können sich auf vielfältige Weise bei uns einbringen. Anpacken bei der Biotoppflege und dem Aufbau von Infoständen, Verpflegung der Aktiven bei Arbeitseinsätzen oder auch administrative Tätigkeiten – bei uns ist jede Zeitspende willkommen“, ermuntert Schürings alle naturbegeisterten Menschen.

 

NABU-Gruppengründung Rhauderfehn

Dienstag, 14. Juni 2022 um 19 Uhr

 

Gaststätte Plümer

Rhauderwieke 10

26817 Rhauderfehn

 


Umwelt/Naturschutz

NABU-Negativpreis 'Dinosaurier des Jahres 2021' geht dieses Jahr nach Ostfriesland

Krüger: In Emden und ganz Deutschland wird Natur zubetoniert - bis 2050 ist eine Fläche in der Größe des Saarlands von Versiegelung bedroht

Das zukünftige Baugebiet Emden-Conrebbersweg.
Auf diesen Flächen soll das Baugebiet Emden-Conrebbersweg entstehen. Foto: NABU

Berlin/Emden - Mit dem Negativpreis "Dinosaurier des Jahres" zeichnet der NABU bereits zum 29. Mal die Umweltsauerei des Jahres aus. Preisträger 2021 ist das Baugebiet Conrebbersweg in der Stadt Emden in Niedersachsen. Es wurde von der NABU-Jury stellvertretend für die Naturzerstörung durch Bodenversiegelung in ganz Deutschland ausgewählt. Emden hat eine seit vielen Jahren stagnierende Bevölkerungsentwicklung. Die Einwohnerzahl ist zuletzt knapp unter die Marke von 50.000 gefallen. Für ein großes Baugebiet wird jetzt artenreiches Feucht- und Nassgrünland mit fast flächendeckendem Schutzstatus vernichtet. Auf der Fläche finden sich zahlreiche stark gefährdete Pflanzen- und Vogelarten, darunter Wiesenpieper, Feldschwirl und Kiebitz. Mehr als zwei Drittel des 75 Hektar großen Gebietes sollen versiegelt werden. Es liegt zudem einen Meter unter dem Meeresspiegel. Angesichts der zunehmenden Starkwetterereignisse droht damit nach der Bebauung weiteres Ungemach.

 

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: "Wer an Emden und die Nordseeküste denkt, hat vermutlich Wind, Natur und plattes Land in saftigem grün vor Augen. Betonpolitik erwartet an dieser Stelle wohl kaum jemand. Jetzt soll ein landesweit bedeutsames Gebiet für den Biotopschutz zugunsten eines großes Baugebietes unwiederbringbar zerstört werden. Der Dinosaurier des Jahres 2021 geht deshalb nach Emden an den Conrebbersweg. Wir verleihen ihn stellvertretend für die grassierende Bodenversiegelung in ganz Deutschland. Denn Emden ist überall. In fast jeder Kommune der Bundesrepublik werden aktuell Flächenversiegelungen geplant, rund 50 Hektar sind das bundesweit pro Tag. Diese Entwicklung lässt sich nicht unendlich fortsetzen. Deshalb fordern wir von der Bundesregierung eine stärkere Priorisierung der Flächennutzung und eine Reduktion des Flächenverbrauch auf netto Null bis 2030."

 

Die Bundesregierung wollte den Flächenfraß in Deutschland bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag reduzieren. Dieses Ziel wurde dann Anfang des Jahres 2018 um zehn Jahre nach hinten, auf das Jahr 2030 verschoben. Erst im Jahr 2050 wird im Klimaschutzplan der Bundesregierung nun das Ziel eines "netto Null"-Flächenverbrauchs angepeilt. Bis dahin würden, nach diesen Plänen von heute, weitere 250.000 bis 260.000 Hektar an zusätzlicher Fläche versiegelt. Das entspricht umgerechnet mehr als 350.000 Fußballplätzen oder der Größe des Saarlands.

 

Natur, Landwirtschaft und Bebauung - vielerorts herrscht großer Wettbewerb ums Land. Die Bundesregierung plant in den Ballungsgebieten den Neubau von 400.000 Wohnungen pro Jahr, soviel realisierte die letzte Regierung in der gesamten Legislatur. Dem stehen rund zwei Millionen leerstehende Wohnungen in ländlichen Regionen und eine durch den demographischen Wandel eher sinkende Bevölkerungszahl gegenüber. Das verdeutlicht die hohe Komplexität bei der Flächenversiegelung, bei der soziale Aspekte, die Verfügbarkeit von Arbeit, aber auch Fragen von Infrastruktur und Verkehr zu berücksichtigen sind. Flächen sind daher möglichst nachhaltig und effektiv zu nutzen. Bei der sogenannten Innenverdichtung wird beispielsweise geprüft, welche Flächen sich innerhalb eines Ortes noch für Bebauung, Aufstockung, Umbau oder Verdichtung anbieten. Gleichzeitig ist auf ausreichend unversiegelte Fläche in den Orten zu achten, auf denen beispielsweise Wasser versickern oder verschattende Bepflanzung stehen kann. Baulandmobilisierung in den Außenbereichen von Ortschaften bedeutet hingegen weitere Flächenversiegelung. Zwar werden dabei oft Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen, die den Verlust an Biodiversität kompensieren sollen. Ein qualitativer Ausgleich der zerstörten Flächen wird jedoch nur selten und wenn, dann erst nach vielen Jahren erreicht. Die Ampelkoalition hat das Problem erkannt und im Koalitionsvertrag angekündigt das Baugesetzbuch dahingehend überprüfen zu wollen, unter anderem soll der umstrittene §13b gestrichen werden, der die Außenbebauung vereinfacht. Der NABU regt zusätzlich an, Wachstumsfehlanreize für Ortschaften aufgrund der Hauptansatzfaktoren des Finanzausgleichs auf Landesebene zu reduzieren.

 

 

Mit dem "Dinosaurier des Jahres", eine 2,6 Kilogramm schweren Nachbildung einer Riesenechse, zeichnet der NABU seit 1993 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus, die sich durch besonders rückschrittliches öffentliches Engagement in Sachen Natur- und Umweltschutz hervorgetan haben. Seit 2020 werden nicht mehr Personen, sondern konkrete Projekte als Umweltsauerei des Jahres ausgezeichnet. Preisträger 2020 war das Autobahnprojekt A26 Ost.


Der NABU gibt Auskunft zu Natur und Umwelt…

Bei  allen Fragen rund um Vögel, Pflanzen, andere Tiere, Natur- und Umweltschutz sowie Gartenthemen.

NABU-Naturtelefon

Tel. 030 – 284 984 – 6000

Montag bis Freitag: 9.00 – 16.00 Uhr


Verletzter Vogel - Was tun?

Die Vogelpflegestation Norden-Norddeich gibt Informationen was bei Vogelfunden zu tun ist

In der untenstehenden pdf-Datei finden Sie Hinweise und die Kontaktdaten der Vogelpflegestation Norden-Norddeich, was bei verletzten Wildvögeln zu tun ist.

Download
Vogelfund - Was nun?
Informationen der Vogelstation im Waloseum (Norden-Norddeich) was bei verletzten Vögeln zu tun ist.
Vogelwasnun.pdf
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Willkommen beim NABU Ostfriesland

Für Mensch und Natur

Die Uferschnepfe, ostfriesisch auch Greta genannt, ist ein Charaktervogel der offenen Weidelandschaft
Die Uferschnepfe, oder auch Greta wie sie von den Ostfriesen liebevoll genannt wird, ist ein typischer Charaktervogel der ostfriesischen Feuchtwiesen Foto: NABU/Erwin Bette

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

In diesem Jahr bieten wir wieder eine Vielzahl naturkundlicher Exkursionen in die Natur an, bei denen Sie Gelegenheit haben, die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt Ostfrieslands kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Sie und viele schöne gemeinsame Beobachtungen!

  

Wenn Sie sich vorstellen können für die Natur hier in Ostfriesland aktiv zu werden, schauen Sie doch einmal bei unserer wöchentlichen Sprechstunde vorbei. Weitere Informationen erhalten Sie beim Regionalgeschäftsführer oder indem Sie über unser Kontaktformular mit uns in Verbindung treten.